Projekte

Hier berichten wir über die verschiedensten Projekte an unserer Schule


Präsentation der Freien Projekte von 2019

Sowie bereits einige Schülergenerationen der Leistungs- und Begabungsklassen vor uns, schrieben auch wir, die jetzige 9.4, im Laufe unseres 8. Schuljahres eine Facharbeit zu einem von uns frei gewählten Thema. Dies geschah ohne Bewertung und diente so hauptsächlich der Vorbereitung auf zukünftige “richtige” Facharbeiten, sowie dem Stillen unseres Wissensdurstes und dem Üben korrekter Recherchearbeit. Jeder Schüler hatte dabei Hilfe von einem Mentor, der zuvor eigenständig kontaktiert und für das Projekt begeistert werden musste. 

Die Präsentation der Ergebnisse dieser Arbeiten war bereits auf das Ende des Schuljahres 2019/20 angesetzt worden, musste aufgrund des Virus jedoch auf den 08. und 09. Oktober verschoben werden. An den letzten beiden Tagen vor den Herbstferien kam es also zu der langersehnten Zusammenkunft in der Aula unserer Schule und in Folge dessen zu dem Vorstellen unserer Erkenntnisse vor Mitschülern, Lehrern, Eltern und Mentoren, welchen mit Blumenpräsenten für ihre Mühe, Zeit und Unterstützung gedankt wurde. Am Donnerstag eröffnete unsere Klassenlehrerin Frau Hain die Veranstaltung, begrüßte alle Anwesenden und wünschte uns bestmögliche Vorträge. Anschließend kündigten die beiden Moderatoren den ersten Redner an und der Tag begann. Aufgrund der freien Wahl des Schwerpunktes unserer Arbeiten war die Themenvielfalt sehr groß. Es war besonders spannend zu sehen, welcher Schüler welches Thema gewählt hatte und so konnten wir nicht nur etwas über die eigentlichen Arbeiten, sondern auch über die Interessen unserer Mitschüler lernen. Es wurde an diesem  Tag unter anderem die Entwicklung der Landwirtschaft beschrieben, geklärt, ob Klavierspielen beim Denken hilft, auf die Unterschiede in der Ausbildung von Dressur- und Springpferden eingegangen, beantwortet, ob Ultras das Ansehen des Fußballs lindern, sich intensiv mit den menschlichen Nieren auseinandergesetzt und eine Antwort auf die Frage “Inwiefern ist der Radsport sinnvoll” gegeben. Ein großer Teil der Vortragenden brachte zum besseren Verständnis diverse Materialien und Gegenstände mit, um seine Fähigkeiten und Kenntnisse anhand konkreter Beispiele zu erklären. Aus diesem Grund befanden sich am Donnerstag ein Rennrad, eine Trense für Pferde und diverse Dialysekatheter, sowie ein Dialysator in der Aula unserer Schule. Außerdem wurde ein Stück auf dem Flügel vorgetragen.

Jeder Vortrag dauerte etwa 15 Minuten. Nach 12 Vorträgen und zwei kleinen Pausen, in denen alle zusammen das vor Beginn der Veranstaltung errichtete Buffet stürmten, endete der Tag um 13:20 Uhr.

Der folgende Tag lief ähnlich ab. Es wurden erneut alle Besucher begrüßt und anschließend mit den Präsentationen begonnen. Der Freitag begann mit einer Präsentation zu dem Fall der Berliner Mauer, ging mit einer Beschreibung der Entwicklung von Transistoren in Vergangenheit und Zukunft weiter und endete mit dem Einfluss der Gurke auf den Tourismus im Spreewald. Außerdem wurde der Alltag eines Alzheimerpatienten beschrieben, erklärt, inwiefern sich traumatische Ereignisse in der Kindheit auf das zukünftige Leben auswirken können, beantwortet, ob Coca-Cola light tatsächlich gesünder ist, als gewöhnliche Cola und die Frage “Ist gleichgeschlechtliches Paartanzen tatsächlich Paartanzen” beantwortet. Bei letzterem zählte neben dem eigentlichen Vortrag, samt Beantwortung der Themenfrage, auch eine beeindruckende Darbietung verschiedener Standard- und Lateintänze zu der Präsentation.

Nach dem letzten Vortrag gratulierte uns Frau Hain zu den beiden gelungenen Tagen und händigte uns Urkunden und ein kleines Geschenk aus. Abschließend räumten wir gemeinsam den Saal auf und verabschiedeten uns dann in die Herbstferien.  

Adia Tanneberger


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Nie wieder – Besuch der Holocaustgedenkstunde

#niewieder – Besuch der Holocaustgedenkstunde

Zum Anlass des 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers in Ausschwitz besuchte die Projektgruppe „Stolpersteine für Lübbenau“ die Holocaustgedenkstunde in der Aula des Jenaplanhauses.

Jährlich zum internationalen Holocaustgedenktag am 27. Januar findet um dieses Datum herum in Lübbenau eine solche Andacht statt. Die Veranstaltung wurde von einem musikalischen Beitrag von jungen Schülern eingeleitet. Danach hielt der Bürgermeister HelmutWenzel eine Rede über das grausame Schicksal der Verfolgten und über die mittlerweile extreme Spaltung der Gesellschaft nach rechts und links. Höhepunkt der Veranstaltung waren die Schilderungen von Phillip Sonntag. Der Wissenschaftler und Autor ist ein sogenannter „child survivor“, also jemand der den Holocaust als Kind überlebte. Seine jüdische Mutter nahm sich das Leben, damit ihr Mann eine nach den Nürnberger Gesetzen arische Frau heiraten kann und somit ihre Kinder nicht ermordet werden. Sonntagerzählte aus seiner Kindheit, über sein Schicksal und thematisierte gesellschaftskritische Themen. Abschließend gab es einen weiteren musikalischen Beitrag der Schülergruppe.

Nach der Veranstaltung trafen sich einige Besucher der Gedenkstunde am Friedhof in Zerkwitz, um den Verfolgten und Ermordeten zu Gedenken. Einige Mitglieder der Stolpersteingruppe blieben in der Aula des Janaplanhauses, um die Möglichkeit zu nutzen,Phillip Sonntag Fragen zu stellen.

Heutzutage kommt die Frage immer wieder: Warum müssen wir uns immer noch mit dem Holocaust befassen? Was haben wir jungen Menschen damit zu tun? Können wir nicht einfach vergessen?Nein. Gerade als „Schule mit Courage, Schule ohne Rassismus“ müssen wir Teil der Bewegung sein, die gegen das Vergessen kämpft. #niewieder