Paul-Fahlisch-Gymnasium
Lübbenau

#weremember

Am 25.01.2018 gestaltete das Paul-Fahlisch-Gymnasium die zentrale Veranstaltung der Stadt Lübbenau/Spreewald anlässlich des 22. Holocaustgedenktages. Mit einem Klavierstück eröffnete Kimberly Marks die Gedenkstunde in der Aula. Die Schüler des Geschichtsgrundkurses Klasse 11 präsentierten den Lebenslauf der Ernestina Gallardo. Sie war eine halbjüdische Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin, welche gegen den Nationalsozialismus kämpfte, indem sie Juden in ihrer Wohnung in der Markgraf-Albrecht-Straße 8 in Berlin Unterschlupf bot. Die zwölf Schüler lasen unter anderem Angaben über Schulbesuche, Auftrittserlaubnisse und Aussagen der von ihr beherbergten Juden vor. Auch die Verbindungen Ernestina Gallardos mit Lübbenau wurden deutlich, so dass ihre „Geschichte zwischen Lübbenau und Berlin“ vorstellbar war. „Kein Mensch kann in die Zukunft blicken, ohne die Vergangenheit zu kennen.“ Mit diesen Worten untermauerte der Bürgermeister Herr Wenzel unsere Pflicht, diese Geschehnisse nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, denn „das Verdrängen schafft nur Nährboden für neues Vergehen.“ Damit bezieht er sich nicht nur auf die Vergangenheit, denn Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nehmen immer mehr zu. Er dankte ebenfalls für die bisherige Arbeit der Stolpersteingruppe unserer Schule und appellierte zur Weltoffenheit.
Anschließend trat Pfarrerin Frau Garve an das Rednerpult. Mit dem Hashtag #weremember rief sie zum Gedenken an die Opfer auf. Sie verknüpfte die Katastrophe des Holocausts mit aktuellen Rassismusproblemen.
Zum Abschluss hörten wir erneut ein emotionales Klavierstück von Kimberly. Der Bürgermeister bedankte sich bei allen Mitwirkenden und informierte über eine anschließende Gedenkstunde mit Niederlegung eines Kranzes auf dem Lübbenauer Stadtfriedhof.

„Das Erinnern hat kein Ende und die Zukunft braucht Erinnerung.“

Lydia Neubauer, Saskia Laube

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