Paul-Fahlisch-Gymnasium
Lübbenau

Antike und Moderne untrennbar verbunden: Kursfahrt nach Rom im September 2018

Es ist ein kalter, unfreundlicher Montagmorgen in Berlin, doch auf dem Flughafen Tegel kommt es zu einer Premiere: die Reisegruppe PFG, 20 Schüler plus Herr Lösche und Frau Müller, – von den Schülern liebevoll „Strohhut-Bande“ genannt, denn Herr Lösche trug immer einen Strohhut – startet nach Rom. Zum ersten Mal fand die Reise per Flugzeug statt, nicht wie sonst immer mit dem Bus.

Mit kurzer Verspätung hob der Flieger von easyJet nach Rom Fiumicino ab und nach knapp zwei Stunden Flug begrüßten uns sommerliche 29 Grad Celsius und strahlender Sonnenschein in Italiens Hauptstadt. Nachdem wir im Hotel angekommen waren, stärkten wir uns mit einem paar Stücken Pizza und begannen mit unseren ersten Sehenswürdigkeiten: der Cestius-Pyramide und der Kirche Sao Paolo fuori le muri.

Schon jetzt trieb uns der italienische Straßenverkehr, bei dem eine rote Ampel höchstens eine freundliche Empfehlung zum wohlmöglichen Anhalten war, fast in den Wahnsinn.

Dann ging es los in die Metro. Als wir aus der Station Flaminio kamen, zeigte sich die Stadt von ihrer besten Seite. Einer der berühmtesten Plätze Roms, der Piazza del Populo mit dem Obelisken und seinen Zwillingskirchen breitete sich vor uns aus. Aber gleich ging es weiter über die Via del Babuino zur Spanischen Treppe.

Doch was darf bei keiner Italien-Reise fehlen? Richtig, das Eis. Das erste echte italienische Eis aßen wir in einem Eisgeschäft gleich neben der Spanischen Treppe.

Dann ging es auch schon wieder zurück zum Hotel. Wir erlebten bei unserer Rückfahrt, was die Metro in Rom wirklich war: das Hauptverkehrsmittel einer Millionenstadt, die gleichzeitig eines der beliebtesten Reiseziele Europas ist. Mit anderen Worten: Es war wie in einer Sardinenbüchse.

Den nächsten Tag begannen wir, indem wir uns durch die gewaltigen Menschenmassen beim Kolosseum zum Konstantin-Triumphbogen kämpften. Dann begaben wir uns ins politische Machtzentrum des antiken Roms: auf den Palatin und in die Anlagen der Kaiserpaläste.

Wir betrachteten den Circus Maximus von oben, schlenderten durch die Palastgärten und kamen an einem Aussichtspunkt an, von dem wir auf das Forum Romanum und die Maxentius-Basilika hinabblickten.

Wir verließen den Palatin beim Titusbogen betraten das Forum Romanum und schlenderten ein wenig durch die Stadt. Am Nachmittag machten uns auf den Weg zum Kolosseum.

Nun befanden wir uns in einem der berühmtesten antiken Bauwerke der Welt. Es war ein seltsames Gefühl, auf den Spuren einer untergegangenen Welt zu wandeln, dort, wo Menschen öffentlich brutalsten Kämpfen zugesehen hatten. Ein beeindruckendes Erlebnis.

Der Mittwoch startete mit einer Wanderung zu einem Außenbezirk Roms, um von dort aus in die Eingeweide der Stadt zu steigen. Wir kamen bei leichtem Nieselregen bei den Domitilla-Katakomben an. Begraben lagen dort einst Christen, doch heute sind alle menschlichen Überreste zu Staub zerfallen.

Nach dieser bedrückenden Nähe zum Tod fuhren wir mit dem Bus zur Kirche Santa Maria in Cosmedin. Wie alle treudoofen Touristen in Rom steckten auch wir unsere Hand in den Bocca della Veritá, den Mund der Wahrheit. Laut einer mittelalterlichen Legende verliert dabei jeder, der nicht die Wahrheit sagt, seine Hand. Aber keine Sorge. Nach unserem Besuch der Kirche hatte jeder noch alle seine Hände.

Unser nächstes Ziel war der Kapitolsplatz mit der Statue des Kaisers Marc Aurel. Auf dem Weg dorthin sahen wir das Theatro Marcello, das Marcellus-Theater, welches heute als Wohnraum genutzt wird.

Und dieses Phänomen fasst die Stadt Rom ziemlich gut zusammen. Keine Wolkenkratzer, sondern antike Gebäude, die untrennbar mit der modernen Stadt verbunden sind. Ein unglaubliches, atemberaubendes Phänomen.

Wir besichtigten die Trajansäule, die Trajansmärkte und das Forum des Augustus. Danach ging es zum Pantheon, einem antiken Tempel, der heute noch als katholische Kirche genutzt wird.

Der Donnerstag begannen wir mit einer Entscheidung: die Vatikanischen Museen oder der Petersdom. Als wir von den über zwei Stunden Wartezeit bei den Vatikanischen Museen hörten, fiel die Entscheidung auf den Petersdom.

Die eine Hälfte der Gruppe stellte sich in die Warteschlange zum Petersdom, während die andere Hälfte einen Geheimtipp ausprobierte. Wir gingen zur Staatsgrenze des Vatikans und sprachen die Schweizer Garde auf Deutsch an. Wir sagten, wir würden gern den deutschen Friedhof, auf dem viele deutsche kirchliche Würdeträger begraben liegen, besichtigen wollen und wurden eingelassen.

Nach unserer Rückkehr auf italienischen Boden stellten wir uns auch in die Schlange zum Petersdom und warteten, bis wir den religiösen Mittelpunkt der Vatikanstadt von innen sehen konnten. Die besonders Wagemutigen unter uns stiegen in die Kuppel des Doms und hatten einen atemberaubenden Ausblick auf Rom.

Nachdem wir uns die architektonische Besonderheit des elliptischen Petersplatzes vor Augen geführt hatten, ging es weiter zur Engelsburg. Danach stellte Herr Lösche uns seine Lieblingseisdiele Roms vor und wir besichtigten den Vier-Ströme-Brunnen auf der Piazza Navonna. Die letzte Station des Tages war der berühmte Trevi-Brunnen.

Die Fußballfans unter uns machten sich danach auf den Weg, das Fußballspiel Lazio Rom gegen Apollon Limassol zu schauen.

Am letzten Tag besuchten wir noch eine letzte Sehenswürdigkeit: die Caracalla-Thermen, die einst zu den größten Thermen des antiken Roms gehört hatten.

Danach machten wir uns wieder auf den Weg ins Stadtzentrum, wo wir auf der Via del Corso entlangschlenderten und noch das ein oder andere Mitbringsel kauften und uns von Rom verabschiedeten.

Dann stand uns der Rückflug bevor. Wegen des schlechten Wetters in Deutschland hoben wir mit ein wenig Verspätung ab und flogen durch die Nacht nach Hause.

Und so ging eine wunderbare, erlebnisreiche, informative, kulturrelevante, atemberaubende Reise ins Herz des antiken Römischen Reichs und zum Touristenmagneten Nummer 1 in Europa zu Ende.

Wir möchten uns vor allem bei Herrn Lösche und Frau Müller bedanken, die diese Reise organisiert und uns mit so viel Hintergrundwissen versorgt haben.

Rom ist für uns dank Ihnen immer mit schönen Erinnerungen verbunden.

Charlotte Schulze

Video by Leon Kopsch: