Paul-Fahlisch-Gymnasium
Lübbenau

Theater im Klassenzimmer

Im Januar gab es für die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 und 8 eine ganz besondere LER-Stunde. Beide Klassenstufen erlebten „Theater im Klassenzimmer“. Hier besuchen nicht die Schüler das Theater, sondern die Theaterschauspieler kommen in die Schule und spielen ohne große Kulisse im Klassenraum.

Louise und Paula aus der Klasse 7.4 und Lea und Ida aus der Klasse 8.3 schreiben:

„Erste Stunde“ – ein Klassenzimmerstück (Klasse 7)

Am 30. Januar 2018 besuchte uns der Schauspieler Hauke Maria Grewe aus dem Piccolo-Theater. Im Klassenzimmerstück „Erste Stunde“ – einem 50 Minuten-Monolog – verkörpert er das Mobbingopfer Jürgen Rickert, der uns seine Geschichte erzählt. Als neuer Mitschüler kommt Jürgen in die Klasse. An seiner alten Schule wurde er beklaut, beschimpft und verkloppt. Er hatte schon oft die Schule wechseln müssen, an jeder dasselbe Spiel. Aus diesem Grund will er uns, seinen neuen Mitschülern, gar nicht erst etwas vormachen, sondern macht uns klar, dass wir ihm für fünf Minuten der ersten Stunde alles antun können, was wir wollen. Aber nur für fünf Minuten! Den Rest der Stunde will er seine Ruhe haben. Da uns zuvor gesagt wurde, dass wir nur Zuschauer sind, reagierten wir natürlich nicht. Daraufhin sagte er verwundert: „Was seid ihr denn für eine komische Klasse? Gibt es bei euch denn kein Mobbing?!“ Im weiteren Verlauf des Monologs änderte er die Perspektive: Wir wurden zu den Mobbingopfern und er wurde zum Täter. Er warf uns Beleidigungen und Schimpfwörter an den Kopf, um darzustellen, wie es sich anfühlt, ein Mobbingopfer zu sein. In einem anschließenden Gespräch erklärte er uns die verschiedenen Arten der Täter. Er machte uns darauf aufmerksam, dass die Mitläuferzahl eigentlich größer ist als die der Täter. Wenn die Mitläufer und die sogenannten Wegschauer sich gegen die Täter erheben, können sie helfen, Mobbing zu stoppen.

„Kiwi on the Rocks“ (Klasse 8)

Wir haben am Dienstag, dem 30. Januar 2018 das Klassenzimmerstück „Kiwi on the Rocks“ vom Piccolo-Theater Cottbus angeschaut. In dem Stück geht es um die 14-jährige Kiwi, eigentlich Kirsten Wittenbrinck, die durch Alkohol unfähig war, eigene Entscheidungen zu treffen. Kiwi geht gern und regelmäßig feiern. Auf allen Partys trinkt sie jede Menge Alkohol, denn eine Party ohne Alkohol ist ja keine richtige Party. Jedoch verliert sie die Kontrolle über die Menge, die sie konsumiert, und über ihre Entscheidungen, die sie trifft. Schon am nächsten Tag ist Kiwi in aller Munde, denn ihr abendlicher Ausrutscher hat im Netz schon die Runde gemacht. Nach der Aufführung haben wir noch über das Theaterstück gesprochen und konnten Fragen stellen. Abschließend können wir sagen, dass uns das Theaterstück sehr gut gefallen hat. Es sollte uns zeigen, dass es wichtig ist, gute Freunde zu haben und das man gegenseitig auf sich achtet.