Paul-Fahlisch-Gymnasium
Lübbenau

Kampfmittelbeseitigungsdienst am Paul-Fahlisch Gymnasium Lübbenau

Der Projekttag am Mittwoch, dem 30.11.2016 der Klassen 9.1 und 9.2 wurde durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst gestaltet. Zuerst stellten sich die zwei Fachmänner, Herr Pestel und Herr Schulze bei uns vor. Sie informierten mit einem Vortrag über die Aufgabenbereiche und Tätigkeiten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes im Land Brandenburg. Er hatte eine Reihe von entschärften Monitionsgegenständen mitgebracht, welche manchmal die Gestalt von Alltagsgegenständen aufweisen. Es war somit nicht leicht zu erkennen, ob es sich dabei um einen Feuerlöscher oder eine aus dem zweiten Weltkrieg stammende Bombe handelt. Uns wurde durch den Fachmann, der lange Erfahrung hat, verdeutlicht, dass es nicht so leicht ist, einen Monitionsgegenstand zu erkennen. Es ist also notwendig bei einem Verdacht auf ein Kampfmittel sofort die Polizei zu verständigen, den Punkt zu markieren und aus der Reichweite zu gehen, belehrte er uns. Brandenburg ist das Bundesland in dem die meisten Kampfmittel gefunden werden. Anschließend zeigte er uns Bilder von Opfern tödlicher Unfälle im falschen Umgang mit Monition. Auf den Bildern waren Jugendliche in unserem Alter zu sehen, welche von Böllern verursachten Verletzungen zeigten. Danach sind wir auf den Schulhof gegangen, um gezeigt zu bekommen, welche schwerwiegenden Verletzungen mit einem Polenböller verursacht werden können. Anhand einer Schweinepfote, welche der Menschenhand am ähnlichsten ist, wurde uns deutlich gemacht, welche Gefahren mit dem Umgang von Böllern auftreten können. Zwei Schweinepfoten und ein mit Sand gefüllter Schuh wurden mit einer Zündschnur verbunden, welche dann mit Auslösung des Zünknopfes explodierten. Nachdem der Zündknopf gedrückt wurde, dauerte es einige Sekunden bis der Polenböller explodierte. Der Schuh flog ca. zwei Meter in die Höhe. Wäre der Böller beispielsweise unter einem menschlichen Fuß explodiert, wäre dadurch das Sprung-, Knie-und Hüftgelenk beschädigt. Auch die Schweinepfote war nach der Explosion nicht mehr wieder zu erkennen. Durch dieses praktische Beispiel wurde uns gezeigt, dass durch die Benutzung nicht zugelassener Feuerwerkskörper, lebensbedrohliche Verletzungen auftreten können. Diese praktische Ausführung diente zur Belehrung.
Die interessant gestalteten Vorträge der beiden Kmbd-Mitarbeiter und die Vorführung hat den beiden 9. Klassen sehr gut gefallen. Wir möchten uns bei unseren Lehrerinnen Frau Gnerlich und Frau Molitor für die tolle Idee und Organisation des Projekttages bedanken.
Von Elisa Kullick, Emely Fischer, Marie-Theres Richter