Paul-Fahlisch-Gymnasium
Lübbenau

Eine Projektfahrt im Fach Geschichte nach Weimar

Bildung findet ein gescheiter Mensch auch auf Reisen.“ (nach J.W. von Goethe)

Eine Projektfahrt im Fach Geschichte nach Weimar

Verschiedene Eindrücke von der Fahrt:

Die Kulturstadt in der Zeit des Nationalsozialismus

Am frühen Morgen des 18.06.16 machten wir, die Schüler des Geschichtskurses Klasse 11 von Frau Mühmert, uns in Begleitung von Herrn Rothe auf den Weg in eine der wohl historischsten und zugleich schönsten Städte Deutschlands. Nachdem wir gegen Mittag das Jugendgästehaus „Maxim Gorki“ in Weimar erreichten und uns auf Empfehlung von Frau Mühmert mit einer original „Thüringer Rostbratwurst“ gestärkt hatten, begann unsere Entdeckungstour „Gefeiert und missbraucht-Weimar als Instrument der Politik“ zu den bedeutendsten Orten der Stadt. Wir bekamen einen Eindruck von der Zeit von 1932-1945 unter dem Naziregime in Weimar. Ausklingen ließen wir den Abend mit dem auf den Ernst Lubitsch Film basierenden Theaterstück „Sein oder Nichtsein“. Auch hier ging unsere Reise zurück ins Jahr 1939, in die Zeit des Nationalsozialismus. Teils belustigend, teils nachdenklich ging ein wirklich ereignisreicher Tag zu Ende. Nach einem stärkenden Frühstück machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg zu unserem letzten, womöglich bedeutendsten, Exkursionsziel - das ehemalige KZ Buchenwald. Nach einer kurzen Führung von Frau Mühmert konnten wir uns eigenständig einen Überblick über das Gelände verschaffen und damit diesen Ort des Schreckens auf uns wirken lassen.

Anschließend traten wir nachdenklich den Rückweg in die Heimat an. Im Gepäck die unterschiedlichsten Gefühle, Empfindungen und Informationen zur nationalistischen Gewaltherrschaft in Weimar.
Theresa Weiß

Kursfahrt nach Weimar vom 18. Juni–19. Juni 2016

Am Samstagmorgen machte sich unser Leistungskurs Geschichte des Jahrgangs 11 mit dem Zug auf in Richtung Weimar. Nachdem wir nach 3,5 Stunden Fahrt unsere Zimmer bezogen hatten, wurde uns am Nachmittag mit einer Stadtführung die historische Innenstadt von Weimar gezeigt. In der anschließenden Freizeit nutzten wir die Möglichkeit, um eine Thüringer Rostbratwurst zu probieren. Am Abend besuchten wir im Deutschen Nationaltheater das Stück „Sein oder Nichtsein“, welches trotz des ernsten, historischen Hintergrunds teilweise für den ein oder anderen Lacher sorgte.

Am zweiten Tag unserer Reise stand der Besuch in der Mahn- und Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald auf dem Plan. Dieser Besuch war sicherlich der emotionalste Teil unserer Fahrt. Wir konnten einige noch erhaltene Gebäude betreten und unsere Lehrerin Frau Mühmert erklärte uns einiges über die Methoden und Vorgehensweisen, welche von den Nationalsozialisten im KZ angewandt wurden. Anschließend sahen wir uns noch eine Ausstellung mit teilweise originalen Sachen, wie Kleidungsstücke der Häftlinge, an. Die Tatsache, dass dort über 270.000 Menschen ums Leben kamen, sorgte für eine ungeheure Stille auf dem gesamten KZ-Gelände. Diese Ruhe, durch das Gedenken der Besucher an die Opfer, fand ich persönlich sehr bemerkenswert. Anschließend traten wir mit einer komplett neuen Erfahrung die Rückreise an.

Wir bedanken uns als Leistungskurs Geschichte bei unserer Lehrerin Frau Mühmert sowie Herrn Rothe für diese gelungene Fahrt!
Martin Friedrich

Projektfahrt Weimar –der Besuch in der Gedenkstätte Buchenwald

Am Sonntag unserer Projektfahrt besuchten wir das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald. Nach kurzer Busfahrt von Weimar betraten wir einen der grausamsten Orte der deutschen Geschichte. Ich hatte ein komisches und angsteinflößendes Gefühl, als wir den Weg zum Eingangstor gingen. Der Gedanke, dass hier vor circa 75 Jahren Menschen in den Tod liefen, war für mich unvorstellbar. Als wir das Tor mit der skurrilen Inschrift „Jedem das Seine“ durchgingen, lief mir ein Schauer über den Rücken.

An einer Gedenktafel, die stetig ca. 37°C warm der menschlichen Körpertemperatur entspricht, gedachten wir in einer Schweigeminute all den Opfern. Dabei gingen mir so viele Gedanken durch den Kopf: Wie können Menschen nur zu solchen Taten fähig sein? Ich schaute mich um, und versuchte mir mit aller Kraft vorzustellen, wie es vor Jahrzehnten hier ausgesehen haben mag.

Als wir das ehemalige Krematorium betraten, sagte niemand mehr ein einziges Wort. Es war still. Man stand nun an dem Ort, wo so viele Menschen sinnlos starben.

Es fällt schwer, mir vorzustellen, welche Zustände in einem Konzentrationslager herrschten. Es war unmenschliches Handeln in einem so großen und erschreckenden Ausmaß. Doch diese dunkle Zeit erinnert uns daran, dass wir den Teil der deutschen Geschichte niemals vergessen dürfen und wir vor allem daraus lernen müssen.
Eric Thielemann

Bilder