Paul-Fahlisch-Gymnasium
Lübbenau

Schülerausflug nach Wünsdorf/Zossen

Wir, die Klasse 10.3 fuhren am 31.05.2016 zur Besichtigung der Bunkerstadt nach Wünsdorf in Zossen. Um 9:00 Uhr startete unsere einstündige Busfahrt zu den ehemaligen Bunkeranlangen Maybach 1 und Zeppelin. Nach einer herzlichen Begrüßung und Einführung unserer 90 Minuten langen Tour, begaben wir uns direkt zum Eingang der gesamten Anlage. Wir betrachteten staunend die alten Maybachhäuser, die zur Nachrichtenverbindung und als Unterkunft der Generäle dienten. In ihnen wurden außerdem Planungen für den Zweiten Weltkrieg vollzogen. Trotz dessen viele Häuser auf Befehl gesprengt wurden, sind sie noch gut erhalten und bieten Einblicke in das vorhandene Tunnelsystem das alle Häuser miteinander verbindet und ca. 9 Meter unter ihnen liegt. Die Häuser hatten früher eine Höhe von 15 m, eine Breite von 16 m und eine Länge von 34 m.

Wir drangen weiter in die verbotene Stadt ein, indem wir uns zum Fernmeldebunker Zeppelin begaben. Dieser Bunker befindet sich bis zu 18 Meter komplett unterirdisch in der Tiefe, weshalb dort ganzjährig Temperaturen von 10° herrschen. Als wir die Schleusentüren durchquerten ahnten wir noch nicht, wie gewaltig dieser Bunker überhaupt ist. Unser Tourführer zeigte uns die wichtigsten Räume und Technikanlagen zur Kommunikation und erläuterte uns die Resistenz der Bunkeranlage (Chemie-, Bio- und Atomwaffen). Im Notfall konnten dort 500 Menschen Platz zum Wohnen und Arbeiten finden. Der Bunker besitzt immer noch Spuren der damaligen Zeit, wie z.B. brüchige Wände, Schutt oder Schriftzüge. Der Bunker und die restliche Anlage wurden nach den Deutschen von der Sowjetunion in Benutzung genommen in der Zeit von 1945 bis 1953.

Nachdem all unsere Fragen geklärt wurden, verließen wir den Nordstollen des Fernmeldebunkers Zeppelin und begaben uns wieder an die Außenwelt zu unserem Bus. Unsere Lehrer waren genauso begeistert wie wir und wir finden, dass uns die Exkursion in eine frühere Zeit versetzt hat.

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