Paul-Fahlisch-Gymnasium
Lübbenau

Schifoan in der Wildschönau

Auch in diesem Schuljahr veranstaltete das Paul-Fahlisch-Gymnasium wieder das allzu beliebte Skilager in den Kitzbühler Alpen. Dieses ist nun schon zur Tradition geworden und jene, die schon einmal mitgefahren sind, wollten sich dieses Ereignis natürlich auch in diesem Jahr nicht entgehen lassen. Als nun der Sonntagmorgen des 10. Januars angebrochen war, trafen sich alle Ski- und Snowboardfahrer der 6. bis 10. Klassen am Busbahnhof in Lübbenau, um gemeinsam die Reise in die Alpen anzutreten. Die Stimmung im Bus war ausgelassen und vor allen Dingen die Aufregung unter den neuen Skihäschen ist deutlich spürbar gewesen. Nach einer langen Fahrt sahen wir im Dunkeln bereits die Lichter unserer Unterkunft im Almhof nahe Thierbach. Doch bevor wir uns an die letzte Etappe der Auffahrt wagten, legte der Busfahrer die Schneeketten an, um heil im Hotel anzukommen. Nachdem wir erschöpft unsere Taschen auf die Zimmer gebracht hatten, kamen wir noch einmal zum Abendbrot zusammen und ließen den Tag ruhig ausklingen. Einige gönnten sich den Luxus, zu später Stunde noch einmal das hauseigene Hallenbad zu besuchen.

Nach der ersten Nacht im neuen Bett, ließen wir uns das Frühstück schmecken, um gestärkt auf den Berg zu fahren. Um wie richtige Wintersportler auszusehen, brauchten wir aber noch ein paar Bretter, die wir uns unter die Füße schnallen konnten. Im örtlichen Skiverleih bekamen wir unsere individuelle Skiausrüstung, damit wir sicher die Pisten befahren können. Am späten Vormittag erreichten wir schließlich den Schatzberg, in einem Skigebiet, das sich bis auf 1800 Höhenmeter erstreckt. In den schweren Skischuhen stolperten wir in Richtung der Gondelbahn, um den Gipfel zu erreichen. Vor Ort wurden wir bestimmten Ski- und Snowboardgruppen zugeordnet, damit jeder eine angemessene Ausbildung erhält. Den Anfängern erklärten erfahrene Tiroler Skilehrer, wie man am besten den Berg hinunterkommt. Die Älteren hingegen wurden von den Lübbenauer Schneegurken der TSG begleitet und konnten bereits alleine in kleinen Gruppen die Pisten unsicher machen. Unsere Lehrer Frau Hoffmann, Frau Prawos und sogar Herr Nevoigt waren immer mit von der Partie und gliederten sich jeden Tag in eine andere Skigruppe ein.

Um sich nicht zu verletzten, wärmten wir uns mit kleinen Übungen vor dem Skifahren auf. Viele standen nach einem Jahr das erste Mal wieder auf ihren Brettern, was sich schon nach den ersten Pistenmetern bemerkbar machte, denn wir genossen die schöne Aussicht oft im Sitzen. Ehe man sich versehen konnte, war die Mittagszeit bereits erreicht und wir kehrten in eine der vielen Berghütten ein. Bei Wiener Schnitzel und Skiwasser tankten wir neue Kräfte. Wenn es nach unserer Meinung gegangen wäre, hätten wir auch runter ins Tal rollen können. Ein erster erfolgreicher Tag im Schnee war geschafft und drei weitere sollten folgen.

Damit auch in den Abendstunden keine Langeweile aufkam, sorgte Frau Hoffmann für ein buntes Freizeitprogramm. Ein Highlight war das Nachtrodeln am Mittwochabend. Wir wurden zu vorgerückter Stunde überraschenderweise mit kompletter Schneekleidung in den Bus gebeten, was bei den jungen Skihasen Verwunderung auslöste. Unser Ziel war eine kleine Skipiste im Hochtal. Vor Ort sahen wir dann, was uns erwartete. Es waren ganz normale Schlitten, an deren Kufen Skispitzen befestigt waren. Ein freudiges Lachen fuhr über die Gesichter und wir konnten es nicht erwarten, endlich aufzusitzen. Mit einem Schlepplift wurden wir nach oben gezogen und konnten anschließend im gedämpften Licht der Scheinwerfer den Berg hinunterdüsen und veranstalteten kleine Wettbewerbe.

Als nun auch der letzte Skitag angebrochen war, schauten alle bereits wehmütig auf die schöne Woche zurück. Doch wie es so ist, war gerade dieser Tag der schönste von allen. Die Sonne lachte am blauen Himmel bei kühlen -10°C. Wir testeten unsere Fahrkünste im Tiefschnee und lieferten uns interessante Schneeballgefechte, bei denen wir am Ende alle lachend im Schnee lagen. Aufgrund der guten Schneebedingungen durften mutige Skifahrer am Nachmittag den zugeschneiten Ziehweg nach Thierbach nutzen, welcher sie direkt an unser Hotel führte. Um nun den Bildungsauftrag einer jeden Klassenfahrt zu erfüllen, führte uns ein nächtlicher Spaziergang bei Fackelschein und Schneeballschlacht zur örtlichen Dorfschule, wo uns Frau Hoffmann über das österreichische Schulsystem informierte. Doch an diesem Abend dachte keiner an das Schlafengehen, denn die Nacht war noch jung, bevor es am nächsten Tag, dem 15. Januar, wieder in Richtung Heimat ging.

Für alle Teilnehmer des diesjährigen Skilagers war es eine unvergessliche Woche, zum Glück ohne ernsthafte Verletzungen. Doch dies konnte uns nur durch die wunderbare Unterstützung von Frau Hoffmann, Frau Prawos und Herr Nevoigt, unserer Skilehrer Bonnie und Henning, der finanziellen Unterstützung der GWG und der TSG und natürlich dank unseres Busfahrers ermöglicht werden.

Vielen Dank und auf ein Neues im Jahr 2017!

Max Buhlan, Stella Noack, Leonie Scheler, Hannah Felgner

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