Paul-Fahlisch-Gymnasium
Lübbenau

Bella Italia - Projektfahrt nach Rom

Bella Italia
Projektfahrt nach Rom

Sonntag, 20. September, 17.00 Uhr. Eine Gruppe Schüler steigt in einen orangenfarbenen Reisebus ein. Kurz darauf meldet sich der Busfahrer zu Wort. „Hallo, ich bin der Heiko und habe das Vergnügen, mit euch nach Rom zu fahren.“ Rom, eine Stadt, die laut einer Legende von zwei Brüdern, die von einer Wölfin großgezogen worden sind, gegründet worden ist und später das Zentrum eines riesigen Imperiums war, ist das Ziel von 35 Schülern desPaul-Fahlisch-Gymnasiums. Für 4 Tage wollen sie sich mit den Lehrerinnen Frau Hoffmann, Frau Müller und Frau Merzdorf in die italienische Hauptstadt mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten und riesigen Bauwerken begeben. Doch zuerst erwartet sie eine 19-stündige Busfahrt über Bayern und Österreich nach Italien.

Tag I
Die ersten Sonnenstrahlen fallen durch die Fenster des Reisebusses, als die ersten Schüler auf ihren Sitzen aufwachen. Langsam werden die meisten munter, schießen Fotos von der bergigen, saftig grünen Landschaft und tauschen sich über skurrile Träume der letzten Nacht aus. Nach kurzer Zeit hält der Bus dann an einer Raststätte und man hat die Möglichkeit sich etwas zu erfrischen und zu frühstücken. Nach dieser Pause geht es weiter, bis schließlich das Reiseziel erreicht ist. Der Campingplatz „Camping Tiber Roma“. Schnell sind die Mitbewohner gefunden und die Mobilehomes bezogen. Vier Personen wohnen in diesen kleinen Häusern mit Küche, zwei Schlafzimmern und zwei Bädern. Am Nachmittag macht sich die Gruppe auf den Weg nach Rom. Nach einem 15-minütigem Fußweg durch die Vorstadt Prima Porta am Rande Roms erreichen die Schüler den U-Bahnhof und fahren anschließend mit der Metro ins Zentrum der Großstadt. Lateinlehrerin Frau Müller führt sie über die Piazza del Popolo zur Spanischen Treppe, die ein beliebter Treffpunkt für Einheimische, sowie für Touristen ist. Hier kann man die Sonne genießen, Eis essen oder sich einfach entspannen. Die Schüler hören den Vortrag einer Mitschülerin über die Treppe. Anschließend wird den 16 bis 17-jährigen die Möglichkeit geboten, ihre Freizeit selbst zu gestalten, um die Stadt allein zu erkunden oder verschiedenste mediterrane Spezialitäten zu probieren. Viele zieht es in die unzähligen Pizzerien in der Nähe der Spanischen Treppe, bis es langsam dunkel über Rom wird und die Reisegruppe den Heimweg antritt.

Tag II
Als um sieben Uhr der Wecker klingelt, beginnt der Tag für die 35 Schüler und Lehrer. Mit der
U-Bahn fahren sie ins Zentrum Roms. Als sie die Station verlassen, erwartet sie ein gigantischer Anblick. Das Kolosseum, das Wahrzeichen der Stadt türmt sich vor ihnen auf. Sofort werden die ersten Fotos geschossen und man kann die staunenden Blicke in den Gesichtern der Jugendlichen beobachten. Danach betreten sie das Kolosseum und stehen schon kurz darauf an den Tribünen des Amphitheaters. Anschließend besichtigen sie den Konstantinsbogen, einen der unzähligen Triumphbögen der Metropole. Nur wenige Meter entfernt befindet sich der Palatin, einer der sieben Hügel Roms, der laut der Legende von Romulus und Remus als Gründungsort der Stadt gilt. Von diesem Berg aus sieht man den Circus Maximus, sowie das riesige Forum Romanum, über welches die Schüler anschließend, wie zu jeder Sehenswürdigkeit von jeweils zwei Mitschülern einen Vortrag hören. Hinter dem Forum Romanum erwartet sie das Trajansforum, das besterhaltenste Forum Roms, zu dem auch die Trajansmärkte gehören, in denen sich früher circa 150 Gaststätten und Läden befunden haben sollen. Mittlerweile ist es Mittag und die Gruppe steigt auf den zweitkleinsten Hügel der Stadt, den Campidoglio, auf welchem sich unter anderem das heutige Rathaus der italienischen Hauptstadt befindet. Wieder unten an den belebten Straßen Roms angekommen, haben die Jugendlichen nun Freizeit, bis sie sich am Nachmittag wieder treffen, um sich das Augustusmausoleum, von dem nur noch eine Ruine übrig ist und das dazugehörige moderne Ara Pacis Museum anzuschauen.

Tag III
Am heutigen Tag wollen die Schüler den Vatikan, den mit 800 Einwohnern und einer Fläche von nur 0,44 Quadratkilometern kleinsten Staat der Welt, besichtigen. Eine große Schlange erwartet sie vor den Toren der vatikanischen Museen. Diese enthalten Kunstwerke aus der Zeit der alten Ägypter bis zur Moderne. Nach der Wartezeit und einer Sicherheitskontrolle, die an vielen Sehenswürdigkeiten Roms üblich ist, können nun die insgesamt 14 Museen des Vatikans besichtigt werden. Der wohl bekannteste Teil dieser ist die Sixtinische Kapelle, in der nach dem Tod des vorherigen Papstes die Wahlen zu einem neuen Oberhaupt der katholischen Kirche stattfinden. In der Cafeteria der Vatikanstadt können außerdem italienische Spezialitäten genossen werden, bis die Gruppe sich weiter auf den Weg zum Petersplatz macht. Für die Gymnasiasten besteht die Möglichkeit, die Kuppel des imposanten Petersdoms zu besteigen, von der man einen atemberaubenden Panoramablick auf die Stadt hat. Von dort aus kann man auch die letzte Sehenswürdigkeit des Tages entdecken: Die Engelsburg. Doch als die Schüler den Petersplatz verlassen, beginnt ein Regenschauer und viele Schüler steigen nach dem Besuch der Engelsburg und der nahe gelegenen Engelsbrücke durchnässt in die U-Bahn.

Tag IV
Reges Treiben herrscht am Vierströmebrunnen, der ersten Sehenswürdigkeit, die die Schüler an ihrem letzten Tag in Rom besuchen. Zahlreiche Künstler bieten Porträts, abstrakte Kunst oder Bilder der Stadt an. Vor einem der Brunnen auf der Piazza Navona hören die Jugendlichen den Vortrag zweier Mitschüler. Als sie anschließend Zeit haben, um den Charme des Platzes aufzunehmen, nähert sich ein afrikanischer Verkäufer der Gruppe, der ihnen - die jamaikanische Lebensweise anpreisend Armbänder verkaufen will und die Jugendlichen sichtlich zum Lachen bringt. Anschließend läuft die Schülergruppe zum Pantheon, das für mehr als 1700 Jahre die größte Kuppel der Welt besaß. Rund um die Piazza della Rotonda, auf dem sich das gigantische Bauwerk befindet, kann man in zahlreichen Restaurants oder Cafés speisen. Oder in der Gelateria „Della Palma“, in welcher 150 Eissorten angeboten werden. Unter anderem auch Basilikum- oder Oliveneis. Am frühen Abend trifft die Gruppe dann am Reisebus ein und macht sich auf den Rückweg in die Heimat.

Was bleibt, sind viele tolle Erinnerungen an eine spannende Zeit; viele Begegnungen mit neuen Menschen, U-Bahn-Musikern, Künstlern, Verkäufern, ja sogar der Polizei; Erinnerungen an gutes Essen; Fotos der imposanten Bauwerke und auch neues Wissen, das man in dieser Woche, die durch die viele Freizeit, die den Schülern geboten wurde, eine ganz besondere Projektwoche war, erworben hat.

Tim Richter

Bilder